Ketron Stage Piano (E-Piano) GP-1


Ketron Stage Piano (E-Piano) GP-1

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Leichtgewicht

Neben verschiedenen Klavier-Klängen, die aufwändig gesampelt wurden, beinhaltet das Gerät u.a. auch mehrere E-Piano-, Clavinet- und Streichersounds. Neben Reverb und Chorus ist eine Multieffekteinheit mit 15 Typen verbaut. Trotz der 88 gewichteten Tasten wiegt das GP-1 nur 13 kg.

Einen Meilenstein beim Klang verspricht Ketron mit dem Stagepiano GP1. Mit einem Gewicht von nur 13 Kilogramm und einem sehr schlanken Design ist es für den Einsatz auf der Bühne prädestiniert. Wie steht es um die ­sonstigen Fähigkeiten?

Die Versprechen sind gross: Besondere Natürlichkeit und Komplexität im Klang soll das Stagepiano GP1 bieten. Nach einiger Wartezeit ist das neueste Tasteninstrument des italienischen Herstellers Ketron nun im Handel und stellt sich einem ersten Praxistest. Schnell zeigt sich, dass das Be­dienkonzept des GP1 ganz auf den schnellen Zugriff auf alle Features ausgelegt ist. Abspeichern kann man nichts, alle Einstellungen lassen sich mit wenigen Tastenklicks durchführen. Das lästige Durchforsten von unübersichtlichen Menüs entfällt; ein Display ist gar nicht erst vorhanden. Diese Reduktion aufs Wesentliche macht neugierig, wie es um die inneren Werte des Instruments bestellt ist.

 

Outfit

Schon das erste Berühren des Instruments beim Auspacken vermittelt das Gefühl, etwas Hoch­wertiges und Solides vor sich zu haben. Das anthrazitfarbene Metallgehäuse wird von zwei stabilen schwarzen Kunststoffseitenteilen begrenzt und ist mit seiner abgerundeten Form ein echter Hingucker. Gar nicht in dieses Konzept passen der ­winzige Netzschalter und das billige Netzteil, die bei einem ruppigen Bühneneinsatz wahrscheinlich schnell den Geist aufgeben, falls man nicht vorsichtig damit umgeht. Mitgeliefert werden ein ­Sustain-Pedal und ein Notenständer.

Allerdings ist dessen Neigung so gering, dass die darauf abgestellten Noten leider recht häufig umfallen.
An der Gehäuserückseite finden sich die Buchse für das Netzteil und der Netzschalter, ­ergänzt durch Klinkenausgänge zum Anschliessen an ein Ver­stär­kersystem, einen Kopfhörerausgang, das ­klassische MIDI-Trio (in/out/thru) und einen USB-Port für die Verbindung zum Computer (z.B. für eventuelle Software-Updates). Das Sustain-Pedal wird über einen sechspoligen Stecker angeschlossen, der auch für ein optional erhältliches Dreifachpedal (Soft, Sostenuto, Sustain) geeignet ist.

Die Bedienelemente auf der Oberseite sind übersichtlich angeordnet und bestehen aus Schiebereglern zur Einstellung von Lautstärke, Brilliance und Hall. Die Soundauswahl und andere Einstellungen (Split, Dualmodus, Transpose und Pitch) erfolgen über Taster, die mit einer roten LED anzeigen, ob sie aktiv sind. Ganz rechts befindet sich die Effektsektion. Mit einem Drehregler kann man einen von 15 Effekten auswählen und dem aktiven Sound über einen Taster hinzufügen. Über einen Schieberegler lässt sich die Intensität des jeweiligen ­Effekts einstellen.

Die Tastatur ist mit einer leichtgängigen Hammermechanik ausgestattet, die ein angenehmes und lockeres Spiel zulässt. Mit der Dynamikfunktion lässt sich die Tastatur an die persönliche Spielweise anpassen. Insgesamt stehen vier Anschlagkurven (Normal, Soft, Medium, Hard) zur Verfügung. Die Einstellung „Soft“ erfordert einen stärkeren Anschlag der Taste, um den Ton zum Klingen zu bringen, während bei der Kurve „Hard“ nur sehr wenig Fingerkraft notwendig ist. Gerade die zahlreichen E-Piano-Sounds lassen sich mit dieser Tastatur sehr authentisch spielen.
 

Sound

Durch einen grünen Rahmen farblich hervorgehoben, zieht der Taster für die beiden Klaviersounds Classic Grand und Bright Grand sofort die Aufmerksamkeit des Spielers auf sich. Beide Klänge sind nach Herstellerinformationen mit der so genannten NSR Technologie (Natural String Resonance) gesampelt und geben das natürliche Resonanzverhalten der Saiten eines Konzertflügels wieder. Beide Klaviersounds sind gut gelungen und besonders für den Soloeinsatz attraktiv. Gerade in den höheren Lagen kommen die mitschwingenden Saiten der nicht angeschlagenen Töne gut zur Geltung und machen den Klang lebendig.

Insgesamt bietet das Piano 32 Klänge. Die Pianoabteilung wird ergänzt durch vier weitere Sounds, jeweils ein Piano für die Sparte Rock und Pop, die sich gut in einer Band durchsetzen sowie zwei Pianos in Kombination mit einem String- und einem Pad-Klang. Bemerkenswert ist die grosse Auswahl von zehn Vintage-E-Piano-Klängen, die allesamt überzeugen und für jeden Geschmack etwas zu bieten haben. Abgerundet wird das Soundpaket durch diverse Streicher-, Orgel- und Padsounds. Ein Clavinet darf natürlich auch nicht fehlen. Überaus praktisch sind zwei voreingestellte Piano-und-Bass-Splits in der Kombination Flügel/Kontrabass und E-Piano/Fingered Bass.

Sehr erfreulich beim Soundwechsel: Der vorhe­rige Sound klingt solange weiter, bis die Tasten erneut angeschlagen werden. Die angebotenen Effekte reichen von Chorus über Phaser bis hin zu Tremolo und Delay und eignen sich besonders gut zur Veredelung der E-Piano- und Clavinetsounds. Durch die sehr kurzen Schieberegler ist eine genaue und zielgerichtete Einstellung der Effekte leider etwas fummelig und benötigt viel Gefühl in den Fingerspitzen.

 

Praxis

Mit „Back To The Roots“ lässt sich das Bedienkonzept des GP1 ganz gut umschreiben. Es gibt keine unübersichtlichen Menüs, aber auch keine Speichermöglichkeit für die vorgenommenen Einstellungen. Jedoch sind die möglichen Einstellungen auch mit wenigen Tastenklicks in Echtzeit durchgeführt.
Einen Layersound erstellt man einfach, indem man zwei Klänge gleichzeitig aufruft, das Lautstärkeverhältnis ist sofort per Schieberegler angepasst.

Genauso einfach lassen sich Tastatur-Splits erstellen, wobei der Splitpunkt beim Ton C1 liegt und leider nicht verändert werden kann. Allerdings lassen sich die Oktavlagen der Sounds verschieben und an die Spielsituation anpassen. Indem man den Dual/Left-Lautstärkeregler auf Null setzt, kann mit dem linken Tastaturbereich ein externer Klang­erzeuger angesteuert werden. Weitere sinnvolle Features wie ein Metronom oder ein Recorder sucht man beim GP1 leider vergeblich.

 

Fazit

Wer ein bühnentaugliches, leicht zu transportie­rendes und robustes Stagepiano ohne viel Schickschnack sucht, wird mit dem GP1 sicher glücklich werden. Die wichtigsten Sounds sind mit an Bord, die Handhabung sehr einfach (die Bedienungs­anleitung ist definitiv überflüssig), die Verarbeitung solide. Beim Klang gibt es nichts zu kritteln, aber der Hersteller sollte bei den Ankündigungen die Erwartungen auch nicht ganz so hoch ansetzen. Der einzig bittere Beigeschmack bei diesem sonst sehr gelungenen Cocktail: der relativ hohe Preis. 200 Euro weniger, und man könnte beim GP1 bedenkenlos zugreifen. Der Strassenpreis geht schon in diese Richtung.

 

 
Audio-Demos zum Herunterladen

Ketron_GP1_Demo_1.mp3    2.2 M
Ketron_GP1_Demo_2.mp3    559 K
Ketron_GP1_Demo_3.mp3    1.2 M
Ketron_GP1_Demo_4.mp3    800 K
Ketron_GP1_Demo_5.mp3    600 K

 

 Technische Daten

  • 88 gewichtete Tasten
  • 128 Noten Polyphonie
  • 32 Klangfarben (Classic Grand, Upright Piano, Rock Piano, Honky Tonk, Real Mark, El. Piano 1, 2, 3, 4, FM 1, FM 2, Clavi, Wurli, Vintage, MKS, Stage, Suitcase, String Ensemble 1, 2, 3, 4, Pad 1, 2, 3, 4, Vibraphon, Jazz Bass, Finger 1, 2, Funk, Grand Piano&Strings, Grand Piano&Pad)
  • Spielmodi: Normal, Dual, Split
  • Velocity-Kurve: 4 Stufen
  • Effekte: Reverb, Chorus, 15 MFX
  • Anschlüsse: Stereo Out, Kopfhörer, MIDI In/Out/Thru, Sustain Pedal, 2nd Voice Volume Pedal, USB-to-Device
  • Abmessungen: H x B x T: 115 x 1250 x 308mm
  • Gewicht: 13kg
  • Garantie: 24 Mt.

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